Werner Feld
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Landschaftserhalt statt Asphalt

 

Ein großer Erfolg für unsere Bürgerinitiative ProFeld e.V. 


Die Waz titelt heute:Werner Feld: Neue Straße vom Tisch*


Unsere Mitglieder hatten im Vorfeld 2500 Flyer verteilt. Wir waren begeistert,dass so viele Menschen anwesend waren und auch noch einmal dokumentierten, dass wir weiterhin  zusammen für den Erhalt des Werner Feldes kämpfen werden. In der Veranstaltung würde sehr deutlich, dass nur unserer starker gemeinsamer Protest die Realisierung der Straße durch das Werner Feld verhindert hat. Ein riesiger Erfolg für das bürgerschaftlichen Engagement.
Nun warten wir auf den endgültigen Ratsbeschluss zur Verkehrsplanung und auf die Entscheidung der RVR Verbandsversammlung zum Regionalplan.Wichtig für uns war  das Versprechen des Stadtbaurats Markus Bradtke, auch bei der Beibehaltung der Bebauungsplanung durch den RVR als Stadt Bochum keine Bebauung auf dem Werner Feld zu realisieren.
Wir werden weiter die Entwicklung wachsam beobachten.

Keynote vom 19.03.2019 zum Download

Bochum Machbarkeitsstudie Gewerbeflaechen Infoveranstaltung
19-03-11_Bochum_Machbarkeitsstudie_Gewerbeflaechen_Infoveranstaltung_Final.pdf (8.68MB)
Bochum Machbarkeitsstudie Gewerbeflaechen Infoveranstaltung
19-03-11_Bochum_Machbarkeitsstudie_Gewerbeflaechen_Infoveranstaltung_Final.pdf (8.68MB)

 

Artikel aus der WAZ


Bochum-Ost. Aufatmen bei den 220 Teilnehmern der Bürgerinformation zur Erschließung von Gewerbeflächen im Bochumer Osten: Es soll keine neue Straße durchs Werner Feld gebaut werden; dies bekräftigte die Stadt noch einmal. Planer der Städte Bochum und Dortmund hatten den Abend gemeinsam im Erich-Brühmann-Haus organisiert.Mehr Entlastung für die Stadtteile und eine Ampel

Die Bürger freuten sich, dass die Provinzial-/Hauptstraße (Bundesstraße 235) auf Dortmunder und Bochumer Seite derart ausgebaut wird, dass mehr Verkehr abfließen kann und die Stadtteile entlastet werden. Hinzu kommt eine Ampel an der A-40-Ausfahrt „Lütgendortmund“, die den Verkehrsabfluss auf den Werner Hellweg - vor allem für Linksabbieger Richtung Lütgendortmund/Langendreer - besser steuern soll.

„Mit dem Ertüchtigen der Provinzialstraße sowie der Verbesserung des A-40-Anschlusses beginnen wir noch in diesem Jahr“, erklärt Baudezernent Ludger Wilde aus Dortmund und bekam Beifall. Wilde plant allerdings ein Fortführen des bisherigen Straßenrückbaus auf Dortmunder Seite. „Wir bauen zweispurig mit Radweg und Bürgersteigen“, so der Stadtbaurat.Hauptstraße wird zeitnah ausgebaut – ein Straßenneubau ist möglich 

Der Ausbau der Hauptstraße werde zeitnah folgen, macht der Bochumer Stadtbaurat Markus Bradtke deutlich. Dabei erteilte er den in der Vergangenheit diskutierten Plänen des Regionalverbands Ruhr (RVR), eine Straße nebst Gewerbeansiedlung durch das Werner Feld zu bauen, nochmals eine Absage. Bradtke: „Die Position des Bochumer Rats dazu ist eindeutig. Sollte die Rahmenplanung des RVR weiterhin eine Bebauung vorsehen, werden wir uns, da wir keine Planungspflicht haben, diese verweigern.“

Markus Peschmann von den beauftragten Planungsbüros für die Verkehrserschließung im Bochumer Osten stellte die neue Machbarkeitsstudie mit weiteren Plänen für eine zukünftige Verkehrsführung vor. Neben der bekannten Nordanbindung an Bundesautobahnen hieß das vor allem neue und bessere Straßen in Richtung Bochum-Laer/A 43.

Diese Verkehrswege sollen dann zum Zuge kommen, wenn die Anbindung Provinzial-/Hauptstraße nicht mehr für den Verkehr zu den zu entwickelnden Gewerbeflächen „Opel 2 und 3“ sowie „Containerbahnhof“ ausreicht. Für Letztere gibt es eine Willensbekundung der Deutschen Bahn. Größere Straßen sollen auch in die Pläne einbezogen werden wie Hölterweg/Werner Straße durch Werne (Richtung Ruhrpark).

Neue Zuwege über den Wallbaumweg in Richtung Gewerbegebiet „Robert Müser“ und „Mansfeld“ soll es geben; manche im Straßenausbau, andere als Neubauten. Etwa die Variante „Laer 6“: Diese sieht nicht nur neue Straßen in Richtung „Mansfeld“/A-43-Ausfahrt Laer vor, sondern auch eine Brücke über Teile des heutigen Güterbahnhofs..



*WAZ | 13.03.2019  

Werner Feld: Neue Straße vom Tisch

Bürgerinformationsabend zur Erschließung von Gewerbeflächen im Osten.
Stadt lehnt die RVR-Pläne ab. Provinzialstraße wird ausgebaut

Wicho Herrmann    

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Termin für Veranstaltung zu Gutachten steht fest!

 ProFeld freut sich über Ratsentscheid vom 31.1.19

 

Nach Informationen aus der Stadtverwaltung sollen die Gutachten zu den möglichen Varianten einer Erschließung der Flächen OPEL II und III sowie des Güterbahnhofs Langendreer am 11.3.2019 abends im Erich-Brühmann-Haus vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Die Vorsitzende des Vereins ProFeld, Dr. Beate Scheffler, bittet alle interessierten Bürger, sich diesen Termin schon einmal vorzumerken. “Auch wenn die Zeichen im Moment auf Entwarnung für das Werner Feld stehen, müssen wir wachsam bleiben! Noch hat der Rat keine Entscheidung getroffen, die den Straßenbau auf dem Werner Feld ausschließt.”

“Wir werden wie in den letzten Jahren zeigen, dass die Bürgerschaft im Bochumer Osten und in Lütgendortmund gegen eine Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes ist.

 

Sehr erfreut sind wir über den Ratsentscheid vom 31.1.19. Entsprechend einem Antrag von SPD und Grünen hat der Rat der Stadt Bochum folgende Stellungnahme zum Regionalplan beschlossen:

 

Werner Feld: Die heutige Nutzung der Flächen bleibt unverändert. Der Rat der Stadt Bochum unterstützt die Anregung die Fläche als AFAB auszuweisen. Ziel der Stadt Bochum ist es, die Fläche im GFNP als „Freiraum“ darzustellen, auch wenn der RVR die Fläche weiterhin im Regionalplan als ASB Fläche ausweisen sollte.

 

“Damit ist der Rat der Forderung gefolgt, die auch unser Verein in einem Schreiben an den Stadtbaurat deutlich gemacht hatte. Für uns ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit damit erreicht. Wir hoffen nur, dass die Regionalversammlung so viel politischen Anstand besitzt und dem Votum der Stadt Bochum auch folgt!” so Beate Scheffler. 


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Liebe Bürger im Bochumer Osten und Lütgendortmund,


am Montag, den 11. März 2019 soll um 18.00 Uhr im Erich - Brühmann- Haus
das Gutachten zu den unterschiedlichen Trassenvarianten vorgestellt
werden. Dabei geht es auch um die Nordvariante durch das Werner Feld.
Bitte merkt Euch diesen Termin vor und kommt möglichst zahlreich zu
dieser Veranstaltung.
Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
Bürgerinitiative ProFeld

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Stellungnahme an den Regionalverband Ruhr


An den
Regionalverband Ruhr
Per Mail
Regionalplanung@rvr.ruhr



Stellungnahme des Vereins Bürgerinitiative ProFeld e.V. 
zum Entwurf des Regionalplans Ruhr
Hier: Fläche Boc_ASB_02 (Landschaftsschutzgebiet im Bochumer Osten zwischen Werner Hellweg, Do Wilhelmshöh, Friedhof und Schrebergartenanlage)



Unser Verein ProFeld e.V. hat 59 aktive Mitglieder und vertritt die Bürgerinnen und Bürger im Bochumer Osten und Lütgendortmund. Mehr als 500 Menschen beteiligten sich regelmäßig an unseren Aktivitäten und besuchten unsere Veranstaltungen. Diese Bürger vertrauen darauf, dass ihre Meinung von den politisch Verantwortlichen gehört und berücksichtigt wird.



Jede Bebauung des Werner Feldes lehnen wir strikt ab! Wir fordern Sie daher auf, den Status des Werner Feldes im Regionalplan als Landschaftsschutzgebiet zu erhalten!
Die Analyse im Datenblatt des RVR verkennt völlig die Realtität, denn es handelt sich um eine Fläche, deren Erholungswert und Bedeutung für die Menschen im angrenzenden Bochum Werne und Dortmund Lütgendortmund erheblich ist! Es ist uns unerklärlich, wie die Verwaltung des RVR zu der Behauptung kommt, dass ein Schutzgut für die menschliche Gesundheit im Planungsgebiet nicht vorhanden sei.
Das Werner Feld ist mit gutem Grund Landschaftsschutzgebiet! Als Freifläche in einem dicht besiedelten Gebiet erfüllt es wichtige Funktionen als
Frischluftschneise
Regulatur für die Lufttemperatur
Ruhezone und Erholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger.
Im heißen Sommer 2018 und in den hochsommerlich warmen Oktobertagen ist noch einmal die große Bedeutung von Freiflächen für den Klimaschutz deutlich geworden. Alle relevanten Forscher warnen davor, weitere Freiflächen zu versiegeln. Gerade in den hochverdichteten Regionen des Ruhrgebietes müssen größere Flächen zum Luftausgleich und zur Temperaturregelung erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Es ist unsere Aufgabe, ihnen ein lebenswertes Umfeld zu hinterlassen.
Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Stadtteil Bochum Werne ohnehin eine hohe Versiegelung aufweist und von Gewerbegebieten und Autobahnen umgeben ist. Für die Bürgerinnen und Bürger hat das Werner Feld durch seine Anbindung über den Friedhof und die Schrebergärten einen hohen Freizeit- und Erholungswert. An einem beliebigen Sonntag haben wir als Verein nahezu 1000 ältere und junge Menschen, Kinder und Erwachsene auf dem Werner Feld gezählt, die dort joggten, Fahrrad fuhren oder spazieren gingen. Für sie alle bedeutet das Werner Feld mehr als eine beliebige Freifläche, für sie bedeutet es Lebensqualität und ein Stück Heimat.
Hinsichtlich der geplanten Umwidmung des Werner Feldes sehen wir erhebliche Verstöße gegen Ziele und Grundsätze der Landesentwicklungsplanung als übergeordnete Planungsebene in NRW.
Zudem widerspricht die  Planung der in der Präambel des Regionalplans dargestellten Zielperspektive in ganz wesentlichen Bereichen. Exemplarisch sei hier aus der Präambel zitiert: „Wir wollen den Freiraum in der Region und dessen natürliche Ressourcen nachhaltig schützen, diese für landwirtschaftliche Produktion erhalten, sowie dessen Freizeit- und Erholungsqualität sichern und weiterentwickeln.“
Dieser wesentliche Grundsatz scheint - bezogen auf das Werner Feld - aufgegeben worden zu sein. Freiraumschutz wird einerseits im Regionalplan in Bezug auf seine große Bedeutung für Mensch und Umwelt sowie für den Klimaschutz stark betont. Andererseits soll er bezogen auf das Werner Feld offensichtlich anderen Zielen geopfert werden. Dazu passt aus unserer Sicht die in der Regionalplanung neue Einschätzung des Werner Feldes als Bereich ohne schutzwürdige Güter. Hier werden offensichtlich Begutachtungen von Flächen an die Planungswünsche des RVR angepasst
Der Oberbürgermeister und Baurat der Stadt Bochum haben bereits im Jahr 2017 darum gebeten, von einer Aufnahme des Werner Feldes in den Regionalplan abzusehen. Als Fläche für Wohnbebauung ist die Fläche in Bochum nicht vorgesehen. Um so unverständlicher ist für uns der Entwurf der Verwaltung des RVR.
Wir werden allen Plänen zur Bebauung des Werner Feldes erheblichen Widerstand entgegensetzen und vertrauen darauf, dass Klimaschutz und Erholungswert für die Bürgerinnen und Bürger auch für die Vertreterinnen und Vertreter im RVR zu berücksichtigende Ziele bei der Zukunftsplanung sind.


Dr. Beate Scheffler
1. Vorsitzende

 


 

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